Serbische Sieggaranten: Novak Djokovic (l.), Viktor Troicki.
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Krimi in Belgrad
Wesentlich spannender als in Spanien ging es auf den Sandplätzen in der
"Beogradska Arena" von Belgrad zu. Angeführt von der Nummer zwei der
Welt, Novak Djokovic, rangen die Serben den 32-fachen Davis Cup-Sieger
USA nieder und stehen zum ersten Mal im Viertelfinale.
Nach den Absagen von Andy Roddick und James Blake traten für die
Amerikaner im Einzel zwei Aufschlagriesen an: Sam Querrey und John
Isner. Doch die Aufschlaggeschosse der beiden Zwei-Meter-Männer hatten
auf dem Sand von Belgrad nicht die erhoffte Wirkung. Viktor Troicki
(7:6, 6:7, 7:5, 6:4 gegen Isner) und Djokovic (6:2, 7:6, 2:6, 6:3 gegen
Querrey) sorgten für die 2:0-Führung der Gastgeber und für Jubel unter
den serbischen Fans. Die erste Viertelfinalteilnahme für Serbien war zum
Greifen nah.
Und die Chancen schienen sich am zweiten Tag noch einmal zu erhöhen: Das
amerikanische Doppel, die Weltranglistenersten Bob und Mike Bryan,
konnten nicht gemeinsam antreten. "Mike hatte sich vom Zimmerservice ein
Chicken Curry bringen lassen. Um drei Uhr nachts begann er sich zu
übergeben", erzählte Bob. An einen Einsatz im Doppel war nicht zu
denken. Isner sprang ein und machte seine Sache gut. 7:6, 5:7, 7:6, 6:3
hieß es für Bryan/Isner gegen Nenad Zimonjic und Janko Tipsarevic – die
Amerikaner waren wieder dran, und die Spannung vor dem dritten Einzel
stieg.
Davis Cup-Debütant Isner kam zu seinem dritten Einsatz an diesem
Wochenende. Sein Gegner hieß Novak Djokovic, und der wollte es nicht auf
ein entscheidendes viertes Einzel ankommen lassen. Nach vier spannenden
Sätzen, in denen die "Beogradska Arena" zum Hexenkessel geworden war,
musste der fünfte Satz entscheiden: Djokovic schaffte das Break,
verwandelte erst den sechsten Matchball und sank nach dem 7:5, 3:6, 6:3,
6:7, 6:4 auf die Knie – ehe seine Mannschaftskollegen über hin
herfielen und anschließend mit blau-weiß-roten Flaggen über den Court
hüpften.