Le joueur de tennis Arthur RINDERKNECH (FRA) lors du tournoi de l Open Parc Auvergne Rhà ne-Alpes à Lyon le 22/05/2024.

Selbst Schuld: Rinderknech verpasste den Einzug in die nächste Runde der French Open. Der Grund ist kurios.Bild: Imago/Sandrine Thesillat/ Panoramic

French Open: Kurios – Rinderknech tritt sich selbst aus dem Turnier

In seinem Zweitrundenmtach war Arthur Rinderknech eigentlich schon auf bestem Wege in die dritte Runde. Als das Spiel beginnt zugunsten seines Gegners Tomas Martin Etcheverry zu kippen, verletzt sich der Franzose selbst und muss wenig später aufgeben.

Rinderknech lag bereits mit 2:0 in Sätzen gegen den Argentinier Tomas Martin Etcheverry vorne. Dann setzte dieser zu einer Aufholjagd im Eiltempo an. Den dritten Durchgang holte er sich mit 6:1 und auch im vierten Satz führte er bereits mit 2:0. Eine versemmelte Rückhand ärgerte den Franzosen dann so sehr, dass er mit dem linken Fuß gegen eine Werbebande trat.

Rinderknech gibt auf

Ein Tritt mit Folgen wie sich später herausstellte. Zunächst spielte Rinderknech weiter, konnte seine Leistung aus den ersten beiden Sätzen aber weiterhin nicht abrufen. Beim Stand von 5:0 für Etcheverry ließ er sich dann am malträtierten Zeh behandeln. Anschließend versuchte er es noch einmal, brach das Match dann aber wenig später ab. Sichtlich sauer über diesen unrühmlichen Ausgang des Spiels, schritt Rinderknech zum Netz und warf seinen Schläger, noch vor dem Shakehands, verärgert in Richtung seiner Bank. Nach einer mitleidenden Umarmung seines Gegners schritt der Lokalmatador bedröppelt vom Court. Etcheverry bescherte er mit dieser Aktion einen Platz in der dritten Runde. Für Rinderknech hat die Verletzung im Nachhinein noch eine weitere Folge. Eigentlich sollte er zusammen mit Nuno Borges im Doppel antreten. Daraus wird nun allerdings nichts – das Paar hat seine Teilnahme zurückgezogen.

Kurioses aus der Vergangenheit

Eine bizarre Situation auf dem Außencourt Nummer sieben. Dass sich Spieler über ihre eigene Leistung ärgern und dabei sich selbst – meistens aber eher ihrem Schläger – Schaden zufügen, ist keine Seltenheit. Das Spiel infolgedessen abbrechen zu müssen ist allerdings eine echte Rarität. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Situationen, in denen Spieler die Nerven verloren. Der Zyprer Marcos Baghdatis zerstörte beispielsweise bei den Australian Open 2012 ganze vier Rackets. Und das bei einem einzigen Seitenwechsel.

Mikhail Youzhny ging mit sich noch einige Stufen härter ins Gericht. 2008 donnerte der Russe in Miami mehrfach den Schläger mit voller Wucht gegen seinen Kopf, bis dieser schließlich sogar zu bluten begann.